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03/09/09


Wie sollen die Unternehmen die A-Grippe meistern?


Zwischen dem 15. und dem 21. August wurden den luxemburgischen Behörden 12 neue Krankheitsfälle der Grippe A (H1N1) gemeldet, was die Gesamtzahl der betroffenen Menschen auf 130 erhöht. Die meisten Fälle wurden bei Rückreisenden aus dem Ausland festgestellt, besonders aus Spanien und Großbritannien. Nun, da der Sommer langsam zu Ende geht, gibt es eine massive Rückkehr an Urlaubern, was die Ansteckungsgefahr erhöht.

Obwohl die A-Grippe im Augenblick nicht gefährlicher als die übliche Wintergrippe ist, muss man dennoch wachsam bleiben. Nachdem die Weltgesundheitsbehörde im vergangenen Juni die Pandemie ausrief (Stufe 6), hat das Wirtschafts- und Außenhandelsministerium sämtliche Unternehmen angehalten, „einen Krisenplan für die Grippepandemie“ auszuarbeiten, um den Schutz der Mitarbeiter zu gewährleisten und die Tätigkeit der Unternehmen aufrecht zu erhalten, sollte die Fehlzeit der Mitarbeiter 40 % erreichen.

Das Ministerium empfiehlt auch den Unternehmen, die bereits über einen Kontinuitätsplan („Business Continuity Plan“ — BCP) verfügen, zu überprüfen, ob dieser dem spezifischen Risiko einer Grippepandemie angepasst ist und ihm ihre Vorbereitungsbestimmungen mitzuteilen.

Die Unternehmen, die noch keinen BCP erstellt haben, werden aufgefordert, einen Krisenstab einzurichten und die Anweisungen auf der Webseite des „Service de santé au travail de l’industrie“ (Behörde für Gesundheit am Arbeitsplatz in der Industrie) (http://www.sti.lu/Listenews$0$1134) zu befolgen. Es wird insbesondere Wert auf die Erstellung eines BCP für den Fall des „eingeschränkten Betriebs“ der Firma gelegt. Die Unternehmen sollen unbedingt alle vitale Aufgaben sowie diejenigen, die aufgeschoben werden können, ermitteln. Sie sollen die erforderliche Belegschaft für die Aufrechterhaltung dieser wesentlichen Tätigkeiten ermitteln, die ausreichende Versorgung mit Hygieneartikel und Schutzmasken gewährleisten, sowie Vorsichtsmaßnahmen für den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter vorsehen. HSBC bat ihre Mitarbeiter bereits, wie viele andere Großunternehmen, sich jede Stunde ihre Hände zu waschen.

Es ist auch wichtig, die Mitarbeiter anzuhalten, einen Arzt aufzusuchen, wenn sie Symptome der A-Grippe feststellen (Fieber über 38°, verbunden mit Husten, Atembeschwerden, Glieder- und Muskelschmerzen), und vor allem grundlegende Hygieneregeln beachten. Die Mitarbeiter sollen sich also mehrmals am Tag die Hände während mindestens 30 Sekunden waschen; sie sollen weder die Augen, die Nase noch den Mund berühren; sie sollen in die Ellenbeuge husten oder niesen, wenn sie keinen anderen Schutz haben; außerdem sollen sie den engen Kontakt mit Kranken vermeiden.

Dennoch ist Panik nicht angesagt. Luxemburg ist nach Ansicht der Behörden auf „den schlimmsten Fall“ vorbereitet. Seit dem Frühsommer wurden im gesamten Land ausreichende Vorräte an „Tamiflu“ und Schutzmasken für die gesamte Bevölkerung angelegt.


Sophie Sellier
Deutsche Fassung: Robert Mouris



editor@jobs.lu
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