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28/09/09
Luxemburgische Chefs unter den Bestbezahlten in Europa
Sie kam im falschen Augenblick. Gerade als es darum ging, die Handhabung des goldenen Handschlags gesetzlich zu regeln, den Rahmen für Gehaltszahlungen im Finanzsektor festzulegen, oder zumindest eine gewisse europäische Harmonisierung hierzu, veröffentlichte die Beraterfirma mit Hauptmerk auf Finanzanalyse eine Untersuchung in der französischen Tageszeitung La Tribune, laut deren die luxemburgischen Chefs zu den Bestbezahlten in Europa zählen.
Der Umfrage zufolge liegt die durchschnittliche Jahresvergütung bei 1,58 Millionen. Damit liegen die luxemburgischen Chefs an zweiter Stelle in Europa, hinter Spanien (2,44 Millionen) und kurz vor Italien (1,57 Millionen).
Dieses Ergebnis überrascht nicht, wenn man bedenkt, dass das durchschnittliche Gehälterniveau in Luxemburg relativ hoch, wenn nicht sogar höher als in den andren europäischen Ländern liegt. Doch während in den anderen europäischen Ländern der feste Teil der Vergütung der Führungskräfte insgesamt um 41 % gegenüber dem Vorjahr fiel, verzeichnete Luxemburg im gleichen Zeitabschnitt einen Anstieg um 35,3 %.
In Luxemburg werden die Vergütungen der Direktoren und leitenden Angestellten von einem unabhängigen Komitee für Gehälterzahlungen festgelegt. Die Unternehmen sind nicht verpflichtet, die individuellen Vergütungen ihrer Führungskräfte zu veröffentlichen. Darüber hinaus sieht die gegenwärtige Rechtslage nicht vor, dass die Gehaltszahlung einer Führungskraft an die Leistung des Unternehmens gekoppelt ist, im Gegensatz zur Lage in vielen anderen Ländern.
Sophie Sellier
Deutsche Fassung: Robert Mouris
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