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21/04/09


Welcher Stresstyp sind Sie?


Fühlen Sie sich beklommen, wenn Sie in Ihr Büro kommen? Sind Sie nervös, weil Sie noch für den gleichen Abend eine Akte zusammenstellen müssen und Sie mit Arbeit überlastet sind? Geht Ihr Arbeitskollege Ihnen auf die Nerven? Suchen Sie nicht weiter, Ihre Arbeit stresst Sie. Im Vorfeld des Tags der Arbeit hat der STATEC einige Ergebnisse der Erhebung über Arbeitskräfte aus dem Jahr 2007 veröffentlicht. Die Studie war auf Arbeitsunfälle und Gesundheitsprobleme am Arbeitsplatz ausgerichtet, denen einige Zusatzfragen über Berufsstress hinzugefügt wurden.

Die Erhebung wurde mit einer Stichprobe von 8.400 Personen auf dem Arbeitsmarkt im Alter von mindestens 15 Jahren durchgeführt. Zum Zeitpunkt der Untersuchung gaben 32 % von ihnen an, keinen berufsbedingten Stress zu haben, gegenüber 21 %, die sagten, dass sie sehr am Arbeitsplatz gestresst sind.
Die Luxemburger sind am Arbeitsplatz durchschnittlich etwas gestresster (22 %) als die Ausländer (19 %); die Franzosen sind am meisten gestresst. Die Erhebung zeigt auch auf, dass die Leute, die im Transportwesen, in der Kommunikation, in der Finanzvermittlung sowie im verarbeitenden Gewerbe, in der Landwirtschaft, im Handel und im Gesundheitswesen beschäftigt sind, am stärksten unter Stress leiden.
Andererseits nimmt die Stressbelastung bei zunehmend verantwortungsvollen Posten zu: So leiden 16 % der Arbeiter in handwerklichen Berufen unter starkem Stress, gegenüber 20 % der Sachbearbeiter, 22 % der Berufstätigen in mittlerer Position und 27 % der Führungskräfte.

Hauptursachen des Stresses am Arbeitsplatz

Die Untersuchung stellt die verschiedenen Stressfaktoren am Arbeitsplatz fest. An erster Stelle gibt fast die Hälfte der Betroffenen das Arbeitsvolumen an, gefolgt von der Dringlichkeit der Aufgaben. Für Frauen ist der manchmal schwierige Umgang mit Berufskollegen die Hauptursache des berufsbedingten Stresses. Andere Faktoren, die von den Befragten genannt wurden, sind das physische und technische Umfeld oder auch das sozioökonomische Umfeld des Unternehmens.
Schließlich stellt die Studie fest, dass Luxemburg mit 15 % bis 20 % der Berufstätigen, die an berufsbedingten Depressionen leiden, im europäischen Mittelfeld liegt.

Leider ist das gegenwärtige wirtschaftliche und soziale Umfeld einer Besserung der Lage des Berufsstresses nicht förderlich, ganz im Gegenteil. So kann man annehmen, dass die Ergebnisse der Erhebung heute ohne Zweifel anders wären; der Stress wäre eher bedingt durch die Instabilität und Unsicherheit der Beschäftigungslage.

Quelle: Bericht des STATEC


Sophie Sellier
Deutsche Fassung: Robert Mouris



editor@jobs.lu
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