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08/07/08
Bremst die Geburt des ersten Kindes die Beschäftigungsrate der Frauen?
In diesem Monat befassen sich viele Zeitungsartikel mit Frauen und ihrer beruflichen Situation.
Das CEPS/Instead hat soeben eine Studie veröffentlicht, die die berufliche Situation der Frauen nach der Geburt ihres ersten Kindes untersucht. Das CEPS hat sich für diese Studie auf eine repräsentative Auswahl von Frauen basiert, deren einziges Kind jünger als 3 Jahre ist und die größtenteils vor der Geburt des Kindes berufstätig waren.
Immer mehr Frauen arbeiten nach der Geburt ihres ersten Kindes
Zuerst stellte die Studie fest, dass die Zahl der Frauen, die nach der Geburt des ersten Kindes berufstätig sind, innerhalb von 10 Jahren um 9 Prozentpunkte von 66 % im Jahr 1996 auf 75 % im Jahr 2006 stieg. Mehrere Gründe erklären diese geänderte Verhaltensweise. Der 1999 eingeführte Elternurlaub ermöglicht den förderfähigen Eltern, ihre Arbeitszeit zu verringern oder ihre berufliche Laufbahn vorübergehend zu unterbrechen. Mit dem Ausbau immer besser angepasster Möglichkeiten haben die Mütter weniger Schwierigkeiten als noch vor 10 Jahren, ihr Kind betreuen zu lassen. Schließlich entscheiden sich heute 42 % der Frauen für die Teilzeitarbeit, was ihnen ermöglicht, Berufs- und Familienleben unter einen Hut zu bringen.

Die Dauer der Arbeitszeit ist je nach Situation der Frauen verschieden
Das CEPS hat untersucht, ob die berufliche Situation der Frauen mit einem Kind von ihrer beruflichen Qualifikation abhängt. Im Gegensatz zu dem, was man glauben könnte, ist dies nicht der Fall.
Die berufliche Qualifikation und die Staatsangehörigkeit der neuen Mütter sowie die Situation ihres Ehepartners haben keinen Einfluss auf ihre Entscheidung, nach der Geburt des ersten Kindes zu arbeiten.
Dafür arbeiten die Frauen mit der geringsten und der höchsten Berufsausbildung größtenteils auf Teilzeitbasis, im Gegensatz zu den Frauen mit mittlerer Ausbildung. Man stellt auch fest, dass Ausländerinnen eher als Luxemburgerinnen auf Teilzeitarbeit zurückgreifen.
Auf europäischer Ebene
Die Beschäftigungsquote der Frauen mit nur einem Kind unter 3 Jahren ist in Luxemburg etwa gleich hoch als in Ländern wie Schweden, Belgien und Frankreich, die die „oberen Plätze“ einnehmen. Sie übersteigt sogar um 10 Prozentpunkte die Quote, die für Deutschland, Italien und Spanien errechnet wurde.
Sophie Sellier
Deutsche Fassung: Robert Mouris
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