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08/04/08

Arbeitsmarkt: Luxemburg hält den Kurs

Am vergangenen 10. März wurde der Tätigkeitsbericht 2007 der Arbeitsmarktverwaltung (ADEM) im Beisein des Arbeitsministers François Biltgen vorgestellt, der seine Zufriedenheit äußerte.


Der Bericht der ADEM weist in der Tat positive Zahlen für das Jahr 2007 vor. Dies ist eine beruhigende Nachricht in einem sehr verdrießlichen Weltwirtschaftsklima, besonders nach der jahrelangen Talfahrt in Luxemburg.

Während fünf aufeinanderfolgenden Jahren kannte der Arbeitsmarkt in Luxemburg eine „außergewöhnliche Dynamik“, die durch eine starke Zunahme der inländischen Beschäftigtenlage gekennzeichnet war. Allerdings wurde diese Dynamik 2001 unterbrochen, als eine wirtschaftliche Abschwächung eintrat und eine starke Zunahme der Zahl der Arbeitssuchenden verursachte. Es dauerte vier Jahre, bis die ersten Zeichen einer Wirtschaftserholung sichtbar wurden. Laut dem Bericht bestätigte das Jahr 2007 diese Trendwende.

Arbeitslosenrate stabil bei 4,4%

So war die Zahl der amtlich erfassten Arbeitslosen zum ersten Mal seit sieben Jahren Ende Dezember 2007 geringer als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die ADEM zeigte sich auch erfreut, dass die durchschnittliche Arbeitslosenrate mit 4,4% auf gleicher Höhe als 2006 lag.

Die Jugendlichen seien die Hauptnutznießer der zahlreichen Arbeitsmarktmaßnahmen gewesen. Die ADEM stellt im Jahr 2007 eine Minderung der Zahl der eingetragenen jugendlichen Arbeitssuchenden unter 30 Jahren fest.

Fast 2.000 neue Stellenangebote im Monat

Ein anderer positiver Punkt, den die ADEM melden konnte, ist die Entwicklung der durchschnittlichen Zahl der Stellenangebote, die dem Arbeitsamt mitgeteilt wurden. Die Zahl der Angebote erreichte im Monatsdurchschnitt 1.983 Stellen, was eine Steigerung von 17% gegenüber dem Jahr 2006 betrug. Jeder Arbeitgeber, der sich an die ADEM wandte, meldete durchschnittlich 2,3 freie Stellen an.

Der Bericht informiert uns auch, dass zwischen 1985 und 2006 155.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden und somit 2007 die Gesamtzahl von 316.357 Arbeitnehmern erreicht wurde. Von diesen Arbeitnehmern sind 30% Luxemburger, 27% gebietsansässige Ausländer und 43% Grenzgänger (50% kommen aus Frankreich, 26% aus Belgien und 23% aus Deutschland).

Die ausländischen Unternehmen stellen Arbeitnehmer zuerst in ihrem Ursprungsland ein, wobei die Anwerbung oft von Mund zu Mund geschieht, besonders in einigen Wirtschaftsbereichen, in denen die Nichtluxemburger mehrheitlich vertreten sind. So dienen die Grenzregionen, in denen bei einer Bevölkerung von etwa 11 Millionen die Zahl der Arbeitslosen auf über 500.000 geschätzt wird, als bedeutendes Reservoir an Arbeitskräften.

Stellenangebote und Wirtschaftszweig der Unternehmen, die freie Stellen gemeldet haben
Wirtschaftszweige (NACE) Gemeldete Stellenangebote im 4. Quartal
2005 % 2006 % 2007 %
A Land- und Forstwirtschaft, Jagd, Fischerei, Fischzuch 3 0.1 15 0.3 11 0.2
C Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden 0 0 3 0.1 5 0.1
D Verarbeitendes Gewerbe 336 8 260 5.5 350 7
E Energie- und Wasserversorgung 5 0.1 9 0.2 7 0.2
F Baugewerbe 263 6.3 406 8.7 279 5.6
G Handel, Reparatur von Kraftfahrzeugen und Haushaltsgeräten 434 10.5 515 11 461 9.3
H Beherbergung und Gastronomie 207 5 289 6.2 253 5.1
I Verkehr und Kommunikation 140 3.4 158 3.4 220 4.5
J Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 490 11.8 622 13.3 693 14
K Grundstücks- und Wohnungswesen, Dienstleistungen an Unternehmen 1033 25 1011 21.5 1548 31.3
L Öffentliche Verwaltung 197 4.8 206 4.4 109 2.2
M Erziehung und Unterricht 96 2.3 100 2.1 96 1.9
N Gesundheits- und Sozialwesen 392 9.5 499 10.6 358 7.2
O Soziale und persönliche Kollektivdienstleistungen 112 2.7 116 2.5 148 3
P Private Haushalte mit Hauspersonal     2 0 0 0
Q Exterritoriale Organisationen und Körperschaften 8 0.2 11 0.2 13 0.3
Unbestimmt 422 10.2 468 10 396 8
Insgesamt 1138 100 4690 100 4997 100

Die bevorzugten Wirtschaftszweige

In den vergangenen fünf Jahren erlebten folgende Wirtschaftszweige die höchsten Steigerungsraten: Grundstücks- und Wohnungswesen, Gesundheitswesen, Baugewerbe, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, Verkehr und Kommunikation, öffentliche Verwaltung, Handel sowie Beherbergung und Gastronomie. Die Gebietsansässigen konzentrieren sich bevorzugt auf das Gesundheitswesen und die öffentliche Verwaltung. Andererseits wenden die Grenzgänger sich hauptsächlich dem Grundstücks- und Wohnungswesen, den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, dem Handel und dem Baugewerbe zu.


Sophie Sellier
Deutsche Fassung: Robert Mouris



Quelle: „Rapport d’activité 2007 de l’ADEM“ (Tätigkeitsbericht 2007 der ADEM)

editor@jobs.lu
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