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22/04/08
Facebook, eine Goldgrube für Anwerber
Die Webseiten für gesellschaftliche Verbindungen sind wahre Goldgruben für die Anwerber, die ihnen gratis Abertausende von Informationen über mögliche Bewerber entnehmen können.
Mit fast 70 Millionen Mitgliedern ist Facebook, das bedeutendste Onlinenetz vor Bebo und MySpace, bei den Arbeitgebern sehr begehrt.
Seit seiner Gründung kannte Facebook einen sofortigen Erfolg bei den Internetsurfern, die unverzüglich ihr Profil registrierten und haufenweise Informationen über ihr Privatleben eingaben und Fotos von ihrem Urlaub oder einer Feier unter Freunden einstellten.
Ob es die Freunde aus der Kinderzeit oder die Geschäftspartner sind, alle haben den gleichen Einblick in das Profil der Registrierten, wenn die Option „privat“ nicht gewählt wurde. Wenn die Surfer sich registrieren, sind sie sich nicht unbedingt bewusst, dass ein zukünftiger Arbeitgeber ihre Seite sehen kann. Sie werden nicht ausreichend über die Gefahr gewarnt, wie ihre Online-Informationen ihnen schaden können.
Heutzutage, wo man von unpersönlichen Lebensläufen ohne Foto oder sonst welche möglicherweise diskriminierenden Angaben spricht, ermöglichen diese Onlinenetze das Privatleben zur Schau zu stellen. In Facebook kennt man das Alter der Mitglieder, ihr Geschlecht, ihren Beruf, und manchmal sogar ihr Religionsbekenntnis und politische Zugehörigkeit.
Die Arbeitsvermittlungsfirmen stehen einem Mangel an fachmännischen Arbeitskräften gegenüber und kämpfen um attraktive Bewerberprofile. Man versteht schnell, dass sie die Onlinenetze durchkämmen, wo diese Profile zahlreich vorhanden sind.
Außerdem ermöglichen diese Netzwerke den Arbeitgebern eine andere Sicht der Bewerber als die offizielle Sicht des Lebenslaufs. Einige Arbeitsvermittlungsfirmen benutzen sogar Suchmaschinen, um alle frei verfügbaren Informationen über oder von einem Bewerber zu sammeln, um einen wahren Eindruck über das Bewerberprofil zu erhalten.
Schlussfolgerung: Seien Sie umsichtig mit der Preisgabe Ihrer Informationen im Netz, damit es Ihnen nicht wie einigen Surfern ergeht, die einen Fachmann um Hilfe rufen müssen um sämtliche abträgliche Spuren im Netz über sie zu löschen.
Sophie Sellier
Deutsche Fassung: Robert Mouris
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