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Unberechtigte Ängste der Jugendlichen über die Arbeitslosigkeit

Im Zuge des Internationalen Tags der Jugend, der am vergangenen 12. August stattfand, veröffentlichte die STATEC einen Bericht über die Lage der Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt in Luxemburg.


Aus dem Bericht der STATEC (des luxemburgischen Amts für Statistik und Wirtschaftsstudien) geht hervor, dass die Arbeitslosenrate der Jugendlichen im Alter von 15 bis 29 Jahren ungefähr 5 % in Luxemburg beträgt.
Diese Ziffer belegt, dass die Jugendlichen nicht mehr von der Arbeitslosigkeit betroffen sind als der Rest der erwerbstätigen Bevölkerung und insbesondere, dass sie sich in einer günstigeren Lage befinden als ihre europäischen Kollegen insgesamt, deren Arbeitslosenrate 17 % beträgt.

Fast die Hälfte der Jugendlichen der gleichen Altersstufe sind in der Ausbildung, 44 % üben einen Beruf aus und 2 % haben Familienverpflichtungen.


Frauen und Ausländer am stärksten betroffen

Die Frauen sowie die ausländischen Einwohner, die fast ein Drittel der Jugendlichen darstellen, sind stärker von der Arbeitslosigkeit betroffen als die Männer luxemburgischer Staatsangehörigkeit. Aber es ergibt sich auch, dass die Frauen häufiger den Schulunterricht besuchen.

Die hohe Arbeitslosenrate unter den ausländischen Einwohnern ist durch ihre niedrige Qualifikation bedingt, wie dies insbesondere der Fall bei den jungen Portugiesen ist, die bei weitem die größte Ausländergemeinschaft Luxemburgs bilden. Dennoch stellen die ausländischen Einwohner fast die Hälfte der Jugendlichen mit Hochschulabschluss (BAC+4) dar.


Weniger als 6 Monate um eine Arbeitsstelle zu finden

Es ist interessant zu vermerken, dass die Hälfte der Jugendlichen durchschnittlich weniger als sechs Monate benötigt um eine erste Arbeitsstelle zu finden und dass 27 % ein Jahr oder länger hierzu benötigen. Im Jahr 2006 befanden sich 33 % der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren in einem zeitlich befristeten Arbeitsverhältnis, gegenüber 42 % in Europa und 6 % der gesamten erwerbstätigen Bevölkerung in Luxemburg (15 - 64 Jahre).

Sehr oft finden die Jugendlichen sich in den gleichen Berufen oder Wirtschaftszweigen als ihre Eltern wieder. Die Kinder aus luxemburgischen Haushalten tendieren eher zu Laufbahnen im öffentlichen oder halböffentlichen Sektor. Jene mit belgischem, deutschem oder französischem Ursprung finden sich in den Wirtschaftszweigen „Finanzvermittlung“ und „Immobilien, Vermietung und Dienstleistungen an Unternehmer“ wieder. Die Jugendlichen portugiesischer oder italienischer Abstammung arbeiten ihrerseits mehrheitlich im Bausektor oder im Handel und Reparaturwesen.


Das Diplom ist wichtig

Die Untersuchung befasst sich außerdem mit dem Ausbildungsniveau der Jugendlichen. Je höher ihr Diplom ist, desto größer sind ihr Chancen, rasch eine Arbeitsstelle zu finden. Fast ein Viertel der Jugendlichen im Alter von 15 bis 29 Jahren besitzt ein postsekundäres Abschlussdiplom. Nun aber hebt der Arbeitsminister François Biltgen während der Vorstellung des Berichts hervor, dass 55 % der im Jahr 2006 in Luxemburg neugeschaffenen Arbeitsstellen einen Hochschulabschluss verlangten.

Was ihn zu folgender Bemerkung veranlasste: „Dies zeigt deutlich, dass die Ängste der Jugendlichen, trotz Diplom nach dem Studium arbeitslos zu sein, unberechtigt sind. Das Diplom ist jedoch entscheidend um eine Arbeitsstelle zu finden.“

*Quelle: Rapport Statec, Les jeunes face au marché du travail (nur in französischer Fassung)

Sophie Sellier
Deutsche Fassung: Robert Mouris


editor@jobs.lu
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